Privatpersonen Umdenken

Nachhaltigkeit im Alltag: Die Philosophie der kleinen Schritte

Leena
Geschrieben von Leena

Bewusst und nachhaltig leben. Das klingt eigentlich einfach. Den Müll trennen, weniger Fleisch essen, Strom- und Wasser sparen, mehr mit der Bahn oder dem Rad fahren, Bio-Produkte kaufen oder besser noch regionales vom Bauernmarkt, auf Umwelt- und Fairtrade-Siegel achten und sich vor jedem Kauf die Frage stellen, ob man das Produkt wirklich braucht. Aber genügt das?

Je tiefer man in die Materie der Nachhaltigkeit eintaucht, desto komplexer und weitläufiger wird das Thema. Einige Beispiele: Da fühlt man sich irgendwie besser, weil man Müll trennt, dabei werden über zwei Drittel des Plastikmülls im Gelben Sack einfach verbrannt. Denn bei Kunststoffen zählt auch die energetische Verwertung als „Recycling“. Die Kaffeeproduktion verbraucht sehr viel Wasser in trockenen Regionen – daran ändern auch Fairtrade Siegel nichts. Und durch Agrarkraftstoffe wie E10 müssen die Urwälder den Anbauflächen für Monokulturen weichen.

Auch wenn ich versuche, bewusst und nachhaltig zu handeln, finde ich immer wieder neue Verbesserungsmöglichkeiten meiner Lebensweise. Manchmal so viele, dass es mir schier über den Kopf wächst. Aber alles auf einmal geht nicht.

Daher versuche ich, die Dinge in kleinen Schritten zu ändern. Ich zerlege das Problem in kleinere Teilprobleme, suche eine für mich mögliche Lösung und passe mein Verhalten an. Es fällt mir leichter, mich zunächst auf eine oder zwei kleinere Dinge zu konzentrieren und diese in meinen Alltag zu integrieren. Ist das geschafft, gehe ich den nächsten Aspekt an.

Das geht vielleicht langsam, aber es geht vorwärts.

Nachhaltigkeit ist ein Prozess und er braucht seine Zeit.

 

Artikelbild: morguefile.com

Print Friendly

17 Kommentare