nachhaltig gefragt

Sieben Fragen an Gregor Gysi

Matthias
Geschrieben von Matthias

Vor allem so lange wie möglich die Dinge zu nutzen und wenn es irgend geht, reparieren zu lassen, statt schnell etwas Neues zu kaufen.

Quelle „DIE LINKE im Bundestag“

 

Weiter geht es in unserer neuen Reihe „Sieben Fragen an“ mit einem Politiker. Genauer gesagt mit Gregor Gysi der Partei „die Linke“.

Auch ihn haben wir gefragt, was für ihn Nachhaltigkeit bedeutet.

 

Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit?

Die schonende Nutzung der Ressourcen unseres Planeten, so dass sie sich auf natürliche Weise regenerieren können. Das wird aber nur eine Wirkung erzielen, wenn man es auch sozial ausgestaltet. Also eine Erhöhung der Kraftstoffpreise, die sozial Benachteiligten unmöglich macht, ausreichend mobil zu sein, halte ich für falsch.

 

Was tust du um nachhaltiger zu leben und wie (auf einer Skala von 1-10) bewertest du deine bisherigen Bemühungen?

Das fängt beim Verzicht auf Plastiktüten an, geht weiter über einen moderaten Fleischkonsum bis hin zu Bemühungen, verbrauchsarme Verkehrsmittel zu nutzen. Beim ersten bin ich schon ganz gut, beim zweiten muss ich mich immer mal daran erinnern. Beim dritten ist es am schwersten, da die vielen Termine, zu denen ich eingeladen werde, regelmäßig nicht ohne Flugzeugnutzung zu schaffen sind.

 

Wo siehst du noch eigenes Verbesserungspotential und was sind deine nächsten Nachhaltigkeits-Ziele?

Mehr Bahnfahren.

 

Welchen Tipp hast du in Sachen nachhaltiger Lebensweise für unsere Leser?

Vor allem so lange wie möglich die Dinge zu nutzen und wenn es irgend geht, reparieren zu lassen, statt schnell etwas Neues zu kaufen.

 

Welchen Wunsch hättest du an die Politik?

Reparieren muss sich lohnen, indem darauf künftig zum Beispiel nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent verlangt wird.

 

Welche Vorbilder, welches Vorbild hast du – und warum?

Menschen wie Nelson Mandela imponieren mir. Er besaß eine seltene Großmut.

 

Welche Organisationen unterstützt du?

Ganz verschiedene. Zum Beispiel die SOS Kinderdörfer oder Mehrblick, die Obdachlosen und Bedürftigen Brillen zur Verfügung stellen, die andere Menschen nicht mehr nutzen. Das ist sozial und nachhaltig, weil die Verhältnisse weder sozial noch nachhaltig sind.

 

Gregor Gysi – Februar 2019

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Titelbild by Matt Botsford on Unsplash

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