Privatpersonen Soziales

Nachhaltigkeit bei Jugendlichen: Auszüge aus dem Jugendreport

Florian
Geschrieben von Florian

Je früher eine Bewusstseinsveränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit stattfindet desto besser. Das klingt erstmal logisch, aber eine Umfrage zeigt erhebliche Wissenslücken bei Jugendlichen auf.

Der Jugendreport der  wurde bei 11-15 Jährigen im Jahre 2010 von Dr. Rainer Brämer, Natursoziologe an der Universität Marburg, durchgeführt. 150 Fragen zum Naturverständnis galt es zu beantworten. Diese zeigten eine große Naturdistanz auf.

Auf die Frage Welche Art von Kühen gibt H-Milch? kamen Antworten wie Molke-Kühe, Stadt-Kühe  oder
H-Kühe. 50% wussten auf diese Frage keine Antwort. Nur 21% antworteten richtig: Keine.

In Nachhaltigkeit wurden nur 4% weitergebildet. 71% haben hingegen an noch keiner Bildung für nachhaltige Entwicklung teilgenommen. 49% der Jugendlichen ist keine Antwort zum Thema „Nachhaltigkeit“ eingefallen. Im Jahre 2003 wussten 53% keine Antwort, ein ähnlich niederschmetterndes Ergebnis. Hierzu sagt der Report: „Ökologisch korrekt im Kopf: Konkrete Elemente von Nachhaltigkeit sind über 50 % der Befragten geläufig. Doch das Bambi-Syndrom schlägt zu: Pflege, Ruhe und Ordnung werden fälschlicherweise von über 70 % mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht.“

Hier ist der gesamte Jugendreport 2010.

Das Gute daran:

Über 50% der Jugendlichen halten sich lieber in der Natur als in der Stadt oder im eigenen Zimmer auf. Gewünscht sind:

  • Unbekannte Landschaften im Wald entdecken
  • Im Wald Mountainbike fahren
  • Quer durch den Wald fahren
  • Rehe in freier Wildbahn beobachten

Liebe Eltern, Sie sind gefragt, entsprechende Ausflüge in die Natur zu organisieren. Denn nur wer die Natur erlebt, kann eine Nähe aufbauen, die wiederum Grundlage für Umweltschutz ist. Denn: Umweltschutz fängt im Kopf an.

 

Artikelbild: morguefile.com

Print Friendly

4 Kommentare