Soziales

Mit Herz und Leidenschaft für Mensch und Natur

Ehrenamt Naturschutz
Leena
Geschrieben von Leena

Ohne das Ehrenamt in Deutschland würde es viele wichtige Angebote nicht geben. Millionen Menschen engagieren sich für ihre Mitmenschen, für Natur- und Umweltschutz. Wir wollten wissen, was sie antreibt, warum sie sich engagieren und was ihnen die Arbeit gibt. Drei Kurz-Interviews aus dem Ehrenamt.

NABU Südeifel

Ehrenamt NABU NaturschutzPeter Brixius (65) ist seit seiner Jugend im Ehrenamt aktiv. Als Gewässerwart, im Angelverein, beim NABU Südeifel oder als Naturschutzbeauftragter der Stadt Trier. Während der Berufs- und Familienphase war er etwas weniger aktiv. Jetzt, seit der Rente, ist er wieder voll im Einsatz.

Wo engagierst du dich im Ehrenamt?

Ich engagiere mich für Natur- und Umweltschutz beim NABU Südeifel und bin im Angelsportverein tätig.

Was machst du dort?

Für den NABU baue ich mit großer Begeisterung Nisthilfen für Insekten, Vögel und andere heimische Tiere. Ich bin seit 2015 Naturtrainer und leite Veranstaltungen rund um Naturthemen für Kindergartenkinder. Des Weiteren unterstütze ich den NABU bei Ferienfreizeiten, Infoständen und Biotopflegemaßnahmen tatkräftig.

Wie viele Stunden bist du hier tätig?

In der Woche bin ich aktuell mindestens 2 Arbeitstage (ca. 16 Stunden) mit dem Ehrenamt beschäftig. Punktuell aber auch weitaus mehr.

Warum engagierst du dich im Ehrenamt?

Ich möchte vor allem Kindern Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit der Natur vermitteln und es macht einfach Spaß.

Was gibt dir als Mensch das Ehrenamt?

Für das Lächeln der Kinder lohnt sich die ganze Mühe.

Was war dein schönster Moment bei dieser Arbeit?

Es gibt sehr viele schöne Momente. Aber besonders berührt es mich, wenn die Kinder z. B. Nisthilfen zusammenbauen und stolz ihr Werk präsentieren und es kaum abwarten können, es zuhause aufzuhängen.

Warum würdest du anderen Menschen deine ehrenamtliche Arbeit empfehlen?

Weil es einem persönlich Spaß und Freude bereitet und es wichtig ist, das es wieder mehr ehrenamtliches Engagement gibt. 

Behindertensportgruppe „Gemeinsam Aktiv“

Ehrenamt Behinderte Haus der JugendDiana Heine (23) ist seit 2011 Gruppenleiterin und -betreuerin bei der Behindertensportgruppe „Gemeinsam Aktiv e. V.“ in Bitburg. Im wöchentlichen Wechsel findet hier ein Sport- und ein Schwimmangebot statt, auch gibt es Auftritte z. B. zu Karneval. Diana begleitet diese Termine. Der Verein organisiert außerdem den Bitburger Stadtlauf, bei den sie ebenfalls seit einigen Jahren aktiv in der Organisation und der EDV mitarbeitet.

Wie viele Stunden bist du im Ehrenamt tätig?

In der Regel etwa 2,5 Stunden in der Woche. Ich arbeite im Haus der Jugend in Bitburg, überwiegend in der AG zur Integration Jugendlicher mit Behinderung. Das mache ich seit 2009. Ich begleite, plane und unterstütze die AG-Angebote, führe Projekte durch, betreue Freizeiten und wirke bei Musicals mit. Die genaue Stundenzahl kann ich gar nicht genau sagen, weil auch Thekendienst bei Veranstaltungen dazukommt.

Warum engagierst du dich?

Man tut Gutes und das macht Spaß. Es ist ein Hobby. Und ohne Ehrenamt würde etwas sehr wichtiges in meinem Leben fehlen. Man lernt viele Leute kennen und findet Freunde.

Was gibt dir als Mensch das Ehrenamt zurück?

Gerade in der Arbeit mit beeinträchtigten Menschen bekommt man so viel Anerkennung und Dankbarkeit von diesen besonderen Menschen geschenkt. Das Ehrenamt macht mich glücklich und gibt mir eine Aufgabe im Leben. Zu wissen, dass man mit dem, was man tut, andere Menschen glücklich macht.

Was war dein schönster Moment im Ehrenamt?

Es gibt sehr viele, eigentlich unendlich viele schöne Momente im Ehrenamt.

Warum würdest du anderen Menschen deine ehrenamtliche Arbeit empfehlen?

Es macht sehr viel Spaß und man erlebt viele schöne und unvergessliche Momente. Man tut etwas für sich selbst, für andere und kann einiges lernen.

Deutsches Rotes Kreuz

Ehrenamt Deutsches Rotes KreuzMalte-Bo Lueg ist seit 11 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz in Mülheim an der Ruhr im Hausnotruf, als Rettungsdienstleiter im Rettungsdienst und im Fernmeldedienst. Er kümmert sich dabei um die Erstellung des Dienstplans, die Kommunikation mit den rund 100 ehrenamtlichen Kollegen, die Planung von Sanitätsdiensten, die Ausbildung der Helfer und die Anschaffung von Fahrzeugen. Auch als Notfallseelsorger ist er ehrenamtlich aktiv und leistet psychologischen Beistand für Menschen nach Unfällen, Bränden oder Zugunglücken.

Wie viele Stunden bist du im Ehrenamt tätig?

Ich bin im Monat etwa 150 Stunden für mein Ehrenamt da. Leitungsaufgaben und natürlich Bereitschaftsdienste auf dem Rettungstransportwagen gehören dazu.

Warum engagierst du dich?

Ich mache diese Tätigkeit, weil es für mich ein tolles Gefühl ist, wenn ich anderen Menschen helfen kann. Ich habe viele Freunde und nette Menschen beim DRK kennengelernt, die ein wichtiger Teil meines Lebens sind. Zu meinem Büroalltag ist der Einsatz auf der Straße im Rettungsdienst eine willkommene Abwechslung. Es ist schön zu sehen, wie sich der Rettungsdienst verändert und es ist sehr schön, dass wir Teil des Ganzen sein dürfen und die Entwicklung mitsteuern können. Derzeit haben wir eine neue Wache, neue Autos (KTW/RTW) und ein tolles Team. Darüber freue ich mich sehr und das ist es auch, warum ich die Zeit gerne beim DRK verbringe.

Was gibt dir als Mensch das Ehrenamt zurück?

Ich glaube, es gibt kaum ein Ehrenamt in dem man so viele Menschen kennenlernt. Netzwerke knüpfen ist für mich sehr wichtig. Auch ein absoluter Pluspunkt fürs Ehrenamt.

Was war dein schönster Moment im Ehrenamt?

Es gab in den vergangenen Jahren viele schöne Momente. Menschen, denen man wirklich vor Ort das Leben retten konnte, das ist immer wieder schön. Man geht aus dem Einsatz raus und kann sagen: Wären wir nicht da gewesen, wäre der Patient verstorben….. Ein tolles Gefühl.

Warum würdest du anderen Menschen deine ehrenamtliche Arbeit empfehlen?

Meine ehrenamtliche Arbeit kann ich nicht jedem empfehlen. Jeder, der Blut sehen kann, der fiese Gerüche ab kann und der den Willen hat, anderen Menschen zu helfen, der ist genau richtig für diese Aufgabe. Heut zu Tage gehört es aber auch dazu, mit Menschen reden zu können und einfühlsam zu sein. Immer mehr Menschen rufen den Rettungsdienst, weil sie einsam sind, weil sie jemanden zum Reden brauchen etc. Dies ist auch ein wichtiger Teil dieser Arbeit. Beim DRK treffen viele unterschiedliche Menschen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsstrukturen zusammen. Wer Teil dieser einzigartigen Gemeinschaft sein will, die auf der ganzen Welt im Einsatz ist, der sollte zum DRK kommen. Wir haben, wenn es nicht der Rettungsdienst sein soll, für jeden Aufgaben!!!

 

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