Lebensweise

5 grüne Startups im Kurz-Interview (#ziek Blog-Parade)

Florian
Geschrieben von Florian

Für eine nachhaltige Lebensweise brauchen wir neben einem veränderten Konsumverhalten auch Produkte, die im Vergleich zu bestehenden Produkten nachhaltiger sind und damit ökologische und/oder soziale Probleme lösen. Diesen Beitrag widme ich daher Gründern bzw. grünen Startups, die umgedacht haben und genau solche innovativen Produkte geschaffen haben.

Die Startups haben jeweils 3 Fragen erhalten, auf die sie kompakt geantwortet haben. Dazu gibt es ein Produktbild oder ein Video. Mit dabei sind nearBees, TIO Care, Tiffin Project, jas slowfashion und leev.

Mit diesem Beitrag unterstützen wir die #ziek Blog-Parade – Mit Crowdfunding zu mehr Klimaschutz.


nearBees_Logo

Imkerin Viktoria Schmidt hat zusammen mit Michael Gelhaus, Kristian Knobloch und Dominik Krebs nearBees gewählt, um ihrer Vision einen Namen zu geben.

Was ist Euer Produkt und was ist daran besonders?

Mit unserem Onlinemarktplatz können auch kleine Imker, die den größten Teil der 100.000 Bienenhalter in Deutschland ausmachen, ihren Honig zu fairen Preisen verkaufen. Dank der versandoptimierten Nachfüllverpackung können sie ihr Qualitätsprodukt einfach per Brief versenden. Kunden können auf unserer Plattform lokalen Honig vom Hobbyimker aus ihrer unmittelbaren Umgebung bestellen und so die eigene Nachbarschaft erschmecken. Unser Honigbrief ist die Lösung, um Imker und Honigliebhaber bequem zusammen zu bringen.

Welches ökologischen und/oder sozialen Probleme löst Ihr damit?

Der lokale Honigkauf trägt entscheidend zum Erhalt einer artenreichen Nachbarschaft bei. Kleine Imker erhalten die notwendige finanzielle Unterstützung, um ihre Bienen nicht aufgeben zu müssen. Dadurch wollen wir den Bienenschwund aufhalten und die Bestäubung der Pflanzen sichern. Außerdem wird Im Vergleich zu einem herkömmlichen Honigglas aus dem Supermarkt durch den Briefversand der Ressourcen- und Energieverbrauch drastisch minimiert und der CO2-Ausstoß reduziert.

Wo steht Ihr aktuell und was braucht Ihr?

Der Münchner Honig auf der Plattform nearBees wird so fleißig bestellt, dass es er schon ziemlich knapp wir. Ganz aktuell sind wir bei einem europaweiten Sozialunternehmer-Wettbewerb „Join Our Core“ von Ben & Jerry’s in Partnerschaft mit Ashoka für unsere nachhaltige Idee als Gewinner ausgezeichnet worden. Trotzdem brauchen wir gerade jetzt tatkräftige Unterstützung: mit unserer Crowdfunding Kampagne auf Startnext wollen den Honig von Nebenan nach ganz Deutschland bringen. Sucht euch eines unserer schönen Dankeschöns aus und ermöglicht Honig von Nebenan für alle!


TIO Logo

Die Gründer sind die beiden Produktdesigner Benjamin Beck und Fabian Ghoshal

Was ist Euer Produkt und was ist daran besonders?

Unser Produkt ist eine Zahnbürste, sie vereint Design, Zahnpflege und Nachhaltigkeit konsequent und ohne Kompromisse. Die Zahnbürste basiert auf nachwachsenden Rohstoffen, sie ist minimal verpackt und setzt auf eine innovatives Wechselkopf Prinzip. Somit wird Plastikmüll eingespart und zudem werden Ressourcen geschont.

Welches ökologischen und/oder sozialen Probleme löst Ihr damit?

Zahnärzte empfehlen alle 2-3 Monate die Zahnbürste zu wechseln. Alleine in Deutschland werden somit jährlich 190 Millionen Zahnbürsten verbraucht. Dies führt zu 5700 Tonnen Plastikmüll alleine durch Zahnbürsten und deren Verpackung. Durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in Kombination mit intelligentem Design, wollen wir dieser Entwicklung entgegenwirken und einen bewussten Konsum fördern.

Wo steht Ihr aktuell und was braucht Ihr?

Wir haben bereits Produktionspartner in Deutschland von unserer Idee überzeugen können und zusammen erste Materialtests durchgeführt – mit positivem Ergebnis. Die Entwicklung des Produkts ist nahezu abgeschlossen uns fehlt einzig das nötige Startkapital für die Werkzeuge um die Produktion starten zu können. Dieses wollen wir durch eine Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter einsammeln. Die beste Unterstützung ist es hier eine Zahnbürste vorzubestellen und Freunden und Bekannten von der Idee zu erzählen.

TIO Care Zahnbürste


Das Tiffin Projekt

Hinter dem Tiffin Projekt stehen ECO Brotbox Gründer Mustafa und sein Team Hendrik, Veronika und Sabrina.

Was ist Euer Produkt und was ist daran besonders?

Das Tiffin Projekt soll Take-Away müllfrei machen!

Im Mittelpunkt steht eine Lunchbox aus Edelstahl – die sogenannte Tiffin Box. Frei von Plastik & Schadstoffen. In teilnehmenden Take-Away Restaurants soll jeder die Wahl zwischen einer herkömmlichen Einwegverpackung und unserer ausleihbaren Tiffin Box haben.

Welche ökologischen und/oder sozialen Probleme löst Ihr damit?

Wir wollen zur Müllvermeidung beitragen und unsere Umwelt vor der immer größer werdenden Flut an (Verpackungs-)Müll bewahren!

Für weniger Abfall auf unseren Straßen und in der Natur, mehr Umweltbewusstsein in der Gesellschaft und die Schonung unserer Ressourcen!

Wo steht Ihr aktuell und was braucht Ihr?

Aktuell befinden wir uns inmitten einer Crowdfunding Aktion bei Startnext zur Finanzierung des Tiffin Projekts. Um müllfreies Take-Away Realität werden zu lassen, brauchen wir Unterstützung! Wir benötigen experimentierfreudige Menschen, die keine Lust mehr auf die Massen an Müll haben und gemeinsam mit uns etwas bewegen wollen!


jas

Die beiden Gründerinnen sind Judith Drewke und Saskia Rudolph.

Was ist Euer Produkt und was ist daran besonders?

jas. produziert Slow Fashion. Das bedeutet zum einen, dass unsere Kleidung nicht an Trends orientiert ist, sondern anpassbar an individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen. Sowohl Stoffe, Designs und Veredelungen als auch Längen sind abwandelbar. Zum anderen nutzen wir ausschließlich nachhaltige Materialien aus Europa und fertigt in Deutschland; so werden Transportwege minimiert und die deutsche Textilindustrie gestärkt.

Welches ökologischen und/oder sozialen Probleme löst Ihr damit?

  1. Wir stärken mit unserem Ansatz die Wertschätzung von Kleidung. Unsere Kunden beschäftigen sich mit unseren Stücken, indem sie selbst ‚Hand anlegen’ und sich ihr eigenes Lieblingsteil schaffen.
  2. Wir bieten die Transparenz in Herstellungs- und Kalkulationsprozessen, die in der Textilindustrie eher selten ist. Unsere Kunden können sowohl die Nachhaltigkeit und Fairness unserer Materialien und Produktionsbedingungen als auch unsere Preisberechnung nachvollziehen.
  3. Wir stärken die heimische Textilindustrie und schaffen Arbeitsplätze in einem Bereich, der in den letzten Jahren in Deutschland mehr und mehr eingebrochen ist.

Wo steht Ihr aktuell und was braucht Ihr?

Einer unserer größten Erfolge ist die Aufnahme in das Förderprogramm AndersGründer des Social Impact Labs und der KfW-Stiftung. Darüber hinaus haben wir gerade eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext laufen. Unsere Website ist ebenfalls in den letzten Zügen und ab Ende Juni werden wir einen ersten Shop auf Dawanda launchen. Wir sind auf der Suche nach Feedback, Kooperationspartnern und natürlich auch nach Förderern und Kunden.


leev Logo

Die Gründer sind Natalie Richter, Christina Nissen und Joachim Holst.

Was ist Euer Produkt und was ist daran besonders?

Wir sind drei Hamburger Saftfreunde und möchten den althergebrachten Apfelsaft für die Menschen wieder spannend zu machen. Denn Saft ist eben nicht gleich Saft! Bei leev mosten wir sortenrein: Jede Apfelsorte wird mit Liebe separat gepresst, sodass ganz unterschiedliche, charaktertypische Geschmacksrichtungen entstehen – egal ob Elstar, Boskoop oder Holsteiner Cox. Mit Liebe gemacht, mit Liebe getrunken. Darum heißen wir übrigens auch leev, das bedeutet Liebe auf Plattdeutsch.

Welches ökologischen und/oder sozialen Probleme löst Ihr damit?

Wir möchten zeigen, wie vielfältig und toll die Natur schmecken kann! Wir wollen dazu beitragen, dass die Menschen die natürliche Vielfalt unserer Heimat kennenlernen und genießen. Gleichzeitig wollen wir der Natur aber auch etwas zurück geben. Deshalb fließen mit jeder verkauften Flasche leev 2 Cent in den Schutz der Wild- und Honigbienen. Sie sind die eigentlichen Macher dieser leckeren natürlichen Vielfalt und leider in den letzten Jahren sehr bedroht.

Wo steht Ihr aktuell und was braucht Ihr?

Wir sind mit leev seit sechs Monaten am Markt. In rund 25 EDEKA Märkten in und um Hamburg kann man uns schon kaufen, genauso in ausgewählten Gastronomien. Als nächstes wollen wir nun den Schritt aus der Stadt heraus wagen und ganz Norddeutschland mit leev versorgen. Was uns auf unserem Weg am meisten hilft: Menschen, die über uns reden, die uns weiterempfehlen und die leev mit Liebe trinken. Für besondere Liebhaber haben wir auch einen Webshop.
leev Produkte
Artikelbild: morguefile.com
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